Angst vor den Angstmachern?

Berlin – 04.03.2017

Beatrix von Storch – Hassprinzessin für den Bundestag!

So zumindest glauben rund 67 Prozent des Berliner Landesverbands an die kleine Hassprinzessin aus Lübeck. 195 der 290 gültigen Stimmen bekam sie auf einem Parteitag.

Recht ordentlich liebe Trixi, das gebe ich zu.
Immerhin versammelt ihr unter dem Slogan „Mut zur Wahrheit“ den absoluten geistigen Bodensatz unserer Gesellschaft.
Und trotz all des Mutes und den vielen Wahrheiten die man aus eurer braunen Ecke wöchentlich vernimmt, befindet sich die AFD nach wie vor im inneren Konflikt um sich selbst. Dabei könnte man doch meinen gerade unter euch sollten absolute Wahrheiten und totale Begrifflichkeiten recht schnell geklärt werden können, oder?

Wer ist denn nun Staatsfeind Nummer 1? Der Islam? Wirtschaftsflüchtlinge? Merkel?

Und wehmütig erinnere ich mich an den Geschichtsunterricht bei Onkel Höcke.
Ich fühle noch heute seine schallende Stimme die rechte Masse in Wallung bringen. Und heutzutage baut man Denkmäler der Schande in der Hauptstadt!? Wirklich schrecklich dieser aufgeklärte Umgang mit einer derart schwierigen nationalen Historie.

Also für meinen Teil bin ich da doch etwas enttäuscht.
Denn ich als besorgter Bürger möchte doch bitte ganz genau wissen wer mir den nicht vorhandenen Job klaut und meine Tochterfrau, meiner Wenigkeit selbstredend ausgenommen, vergewaltigt!

Zum Glück dürfte den etablierten Parteien, angesichts der bevorstehenden Bundestagswahl, Angst und Bange werden. Immerhin gibt es bestimmt genug Menschen, welche sich Bildung und Aufklärung nach wie vor erfolgreich entziehen, um für euch ihre Seele .. äh, Stimme abzugeben.

Umfragen sehen die AFD mittlerweile zwischen 10,5 und 15,5 Prozent – und damit sicher im Bundestag 2017. Möglicherweise sogar drittstärkste Kraft?! Da ist es doch nur noch ein Katzensprung bis in die Regierung, oder?

Wohl kaum!

Zumindest ist das meine, ganz persönliche, Meinung

Denn die Faszination der Radikalität, und sicherlich auch die der gemäßigten, ist kein brandheißes Thema. Ganz im Gegenteil – seit Jahrtausenden hat der zivilisierte Mensch mit derartigen Störfaktoren zu kämpfen.

Lediglich das Engagement der besonders stark Hassenden, die Einfachheit der Vernetzung und die derzeitige Aktualität der klassisch radikalen Themen gibt, meiner Ansicht nach, der AFD ihren Schwung.

So ist die AFD für mein Verständnis lediglich Symptom der tatsächlichen sozialen, gesellschaftlichen Probleme, welche sich weltweit komplex verästeln, die es zu bewältigen gilt. Und solange wir, Menschen mit einem gesunden Verstand, uns dem differenzierten Umgang mit dergleichen Gruppierungen auseinandersetzen, ist unser Modell der Demokratie, unsere Vorstellung des Miteinanders hierzulande meiner Meinung nach nicht in echter Gefahr.

Die Dummen von rechts ..

Doch so gern ich auch Richtung rechts provoziere und herausfordere, kann ich mich der Pflicht sich nicht nur dem Diskurs über die Problematik zu widmen nicht entziehen. Denn mindestens ebenso wichtig ist es sich miteinander der Diskussion zu öffnen. Gemeinsam mit Gleichgesinnten, Andersdenkenden und Betroffenen – nur zusammen lassen sich Schwierigkeiten bewältigen.

Doch letztlich muss jeder mit sich selbst ausmachen wie er seinen inneren Konflikt mit dieser Thematik ausficht und nach außen trägt. Ich für meinen Teil entscheide mich dem Hass leicht witzelnd gegenüber zu stellen.

Denn jener stille Monolog, welcher sich einem in ruhigen Momenten aufdrängt – diesen gilt es zu teilen. Dort fängt politisches Engagement an. Seine Stimme nicht ungenutzt in sich ruhen zu lassen ist wichtig. Weshalb es mir ebenso wichtig ist, im Falle einer abweichenden Meinung, dazu aufzurufen sich zu äußern!

 

Euer Komoediant.

 

 

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