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Business Look und Nachhaltigkeit auf der Buchmesse

Wortmeisterschaften

The Wenzlaff on Stage

Wie ich bereits im Beitrag zur Leipziger Buchmesse angerissen hatte, gab es zwei Veranstaltungen unter der Führung des Autors und Hörspielmachers Oliver Wenzlaff.
Wie er mir berichtete, waren beide so gut besucht wie nie zuvor! Das freut nicht nur mich sehr! Leider konnte ich keinen meiner Leser begeistern sich der Masse der Besucher anzuschließen – ob es nun an mangelndem Interesse oder an meinen Schreibkünsten lag müsst ihr mir rückmelden. Nichts desto trotz waren die Veranstaltungen ein voller Erfolg. Einzig die Gewinner der Wortmeisterschaften hatten wohl nicht genügend Zeit sich im Augenblick ihres Erfolgs zu sonnen, da die Zeitplanung von Herrn Wenzlaff etwas knapp war. Ausgesprochen sympathisch jedoch der reflektierte Blick, sich, und den Gewinnern, das nächste Mal mehr Zeit zu schenken.

Business Look mit Nachhaltigkeit

Offenbar war es jedoch nicht die Nachhaltigkeit die die Aufmerksamkeit auf sich zog, vielmehr war das ausgesprochen adrette Auftreten ein echter Blickfang für die Besucher. Kein Wunder wie ich finde, denn mit aus dem Herz sprechenden Neid muss ich erkennen wie unglaublich gut das Business Outfit sich macht. Und das ganze ohne den möglicherweise zu erwartenden Bio Look des Leinensack-Clichès.

Beinahe anführend breitet er seine Arme aus, den Zuschauer anfeuernd, die Nachhaltigkeit im Gepäck, zum Applaus. Mit noch etwas mehr Neid neige ich meinen Kopf in Anerkennung zu diesem wahrlich gelungenen Auftritt! Was jedoch so perfekt anmutet hat doch einige Strapazen mit sich gebracht. Denn wie erwartet war es ausgesprochen schwierig das Outfit zu komplettieren. Viele Teile mussten aus dem Ausland angeschippert werden, was natürlich widerum einige CO2-Emissionen, und somit der Nachhaltigkeit einen kleinen Riss, mit sich bringt.

Aber dennoch sind die Klamotten nicht in Bangladesh zu Minimallöhnen produziert worden. Und das ein oder andere Teil kann sogar die Attribute Vegan und Fair Trade unter einen Hut bringen. Was, wie ich finde, alle Mühe wert ist. Ganz besonders der Aspekt der fairen Bezahlung ist heutzutage so unfassbar wichtig, wenn man bedenkt unter welchen absurden Bedingungen man noch immer Mode produzieren lässt. Nicht nur aber besonders deshalb auch von mir ein großes Dankeschön an diesem Projekt Teil haben zu dürfen.

Trotzdem!

Obwohl sich niemand die Mühe gemacht hat, sich seinen Kopf für die Spendenaktion zu zerbrechen ist Oliver Wenzlaff immer noch bereit für einen guten Vorschlag Geld springen zu lassen. Und da ich nicht nur die Hoffnung haben möchte, dass sich jetzt jemand mit einem Einfall für eine solche Aktion in den Kommentaren wiederfindet, möchte ich selbst einen haben.

Und tatsächlich ist mir etwas eingefallen! Bei einem meiner Streifzüge durch den Berliner Prenzlberg ist mir ein ausgehöhlter Baum, welcher als kleine Buchtausch-Station fungiert aufgefallen. Wie schön wäre es diese Idee weiterzuführen. Alte Bücher lagern sich endlos lang im Regal und setzen Staub an. Dabei gibt es sicher hunderte Menschen die sich über den staubigen Roman, oder das ausgelesene Kinderbuch freuen würden. Gerade Kinderbücher lagert man ja aufgrund der Erinnerung besonders gerne und lange. Da wäre es doch eine super Gelegenheit jenes Erinnerungsstück an einen würdigen Nachleser weiterzureichen.

Deshalb mein Vorschlag – eine Buchtauschstation gegen die Verstaubung alter Schätze! Ihr, geneigte Leser, seid herzlich eingeladen meine Idee zu verfeiner, erweitern, verbessern, verändern – was Euch eben in den Sinn kommt!

Euer Komoediant!

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