Compact – Erfolgreich hassen

Elsässer der Wutbürger-König

Ein ehemals Linker jetzt als rechter Stimmungsmacher. Mit seinem Magazin „Compact“ zählt Jürgen Elsässer wohl zu den erfolg- und einflussreichsten AfD-Marionetten überhaupt.
Seit 2010 gibt es das monatlich erscheinende Schundblatt, welches ganz offen für und mit der AfD schreibt.

Jürgen Elsässer als Redner bei LEGIDA am 26. Oktober 2015

CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons„>Jürgen Elsässer als Redner bei LEDIDA 2015

Univeralhass

Und trotz der häufig klaren rechten Positionierung, hat es Elsässer schon häufig geschafft die Kraft von Radikalen aller Richtungen unter einen Hut zu bringen. Und das macht ihn für mein Empfinden so gefährlich. Denn bisher konnte ich mir nicht, unter keinen Umständen, vorstellen, dass Links- und Rechtsextreme einer Meinung sein könnten. Auch wenn sich Radikalismus in seiner Grundstruktur nahezu immer gleicht, war die Diskrepanz von links und rechts gerade hierzulande oft viel zu immens um einen gemeinsamen Nenner zu finden. Geschweige denn, dass es überhaupt ein Interesse gegeben hätte einen solchen zu finden. Aber für die AfD, mit allerlei hasserfüllten Artikeln, auf Stimmenfang zu gehen, und unter diesem Aspekt die Lager vereinen zu wollen, klingt doch recht einleuchtend. Und damit scheint auch die Frage geklärt, wie man vom linksradikalen Aktivisten zur Marionette der AfD transformieren kann. Mehr dazu, beziehungsweise weitere Einblicke auch hier auf Wikipedia – https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Els%C3%A4sser 

Klare Worte zu klaren Positionen

„Kein Blatt vor den Mund nehmen“ trifft nicht annähernd die Artikel die Compact regelmäßig veröffentlicht.
Ganz offen und in offensiver roter Schrift prangt der AfD-Wahlslogan „Mut zur Wahrheit“ über dem Onlineauftritt des Magazins. Und damit hat sich dann auch die journalistische Integrität direkt auf der Startseite verabschiedet.
Ein müdes Lächeln unterdrückend habe ich an dieser Stelle beschlossen dieser bodenlosen Diskrepanz keinerlei Würdigung in Form weiterer Worte zukommen zu lassen.
Und dennoch! Die Wut, welche sich bei vermutlich vielen breit macht, ist kaum auszuhalten. Wenn man sich einmal die vielen Kommentare und soziale Reichweite von Compact anschaut, wird einem ganz anders.
Und das dieser widerliche Populist es auch genau darauf anlegt, beziehungsweise, sich wahrscheinlich an der Qual des gesunden Verstands ergötzt, die man ganz ohne Zweifel empfinden muss, sofern man im Besitz des erwähnten Intellekts ist, macht einen noch rasender.

Artikel wie bspw. „Richard Gutjahr will COMPACT den Mund verbieten
machen mich wirklich betroffen, denn darin wird nicht nur impliziert, sondern tatsächlich behauptet, dass ein deutscher Journalist im Zusammenhang terroristischer Anschläge von Insiderwissen profitiert hätte, und noch dreister, ihm wird zynisch „Reporterglück“ unterstellt bei zwei verschiedenen Anschlägen zugegen gewesen zu sein.
In welchem Universum ist das Glück?! Ich glaube in einem solchen Augenblick, und auch hinterher, empfindet man keinerlei Glück. Am ehesten vielleicht noch die Pflicht das gerade Geschehende festzuhalten, zu dokumentieren oder gar zu kommentieren – was, ganz nebenbei, der Job eines sogenannten Journalisten eben ist.
Ganz anders jedoch Herr Elsässer, dieser agiert stets, oder mindestens meist, parteiisch, aggressiv und ekelhaft meinungsmachend.
Wie kann also „Dieter“ in den Kommentaren davon schreiben, es würde um den „Kampf der Meinungsfreiheit“ gehen?!

Ich wünsche Euch viel Glück und Erfolg in Eurem Kampf um Meinungsfreiheit und die Wahrheit! Es braucht mehr solche aufrechte Kämpfer für Demokratie und Volksrechte. Ich unterstütze Euch regelmäßig.

Quelle: https://www.compact-online.de/richard-gutjahr-will-compact-den-mund-verbieten/ 

Und obwohl die Diskussion unterhalb des Artikels bis vor Kurzem rege geführt wurde, hier und da tauchen sogar kritische Stimmen auf, gehen aber in der Masse der Zustimmenden unter, scheint der Autor sich inzwischen nicht mehr mit dem Artikel befassen zu wollen – denn heute kann man keinen Kommentar mehr abgeben – zu gerne hätte ich!
Der Eindruck ensteht, als wolle man um jeden Preis die dortige Stimmung kontrollieren. „Bloß nicht zu viel Kritik in den Kommentaren“ höre ich den Elsässer poltern. Es funktioniert ja offenbar, denn wirklich viel Kritik findet man auf der Seite selber kaum. Was also gegen solch gut geplanten Irrsinn tun?

Anprangern oder ausweichen?

Wofür ich mich entschieden habe ist wohl klar.
Allerdings möchte ich unbedingt dazu aufrufen es dem rechten Engagement nicht mehr so einfach zu machen, und die Bühnen auf der die Meinung der Mitte ausgefochten werden, nicht leichtfertig herzugeben. Viel zu oft dirigieren wenige oder einzelne eine riesige Hassindustrie – Compact ist nur ein Beispiel dafür. Wenn man sich die Hintermänner des rechten Populismus anschaut, sind es in der Regel eingeschworene Grüppchen die unvorstellbare Kraft und Energie aufwenden, um Ihre fanatische Ideologie zu verbreiten.
Da stelle ich mir häufig die Frage ob der Rest der Welt gerade schläft. Wo sind wir denn bitte auf solchen Seiten? Auf Kundgebungen der Rechten? In den sozialen Medien? Wir müssen ganz einfach Stellung beziehen. Sich solch, wenn auch manchmal absolut lächerlichen, Diskussionen einfach zu entziehen ist keine Lösung. Denn damit verlassen wichtige Stimmen die Bühne, auf der sich dann noch sehr viel mehr derartiges Gedankengut breitmachen kann.
Deshalb möchte ich aufrufen sich mehr einzumischen. Sei es auf solchen Seiten, im Privatleben – scheißegal! Hauptsache man macht den Mund auf und stemmt sich gegen diese Bewegung. Dabei reicht es ja schon aus, die Menschen dazu aufzurufen die Dinge zu hinterfragen, sie zu überdenken, oder sie zumindest nicht einfach als einzige Wahrheit hinzunehmen!

Aufgebracht,
Euer Komoediant!

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