Motivation?(!)

In einem ruhigen Moment, so wie dem jetzigen, da die Uhr 3:27 Uhr anzeigt, kommen einem gelegentlich bis des Öfteren Zweifel daran, ob man tatsächlich gerne tut was man tut, oder ob dies nur Resultat des am einfachsten zu beschreitenden Weg ist. Auch denkt man oft an die Möglichkeiten, die einem entgehen sobald man seine Wahl getroffen hat. Sicherlich kann man, so versuche ich es, einfach viele Dinge gleichzeitig oder nacheinander tun. Letztlich ist es doch aber so, zumindest geht es mir so, dass man sich dem eigenen Seelenfrieden gegenüber verpflichtet fühlt, sich für einen der vielen sich aufzeigenden Wege entscheiden zu hat. Schließlich möchte man nicht nur viele Dinge gerne tun oder vieles versucht haben, auch das Ankommen ist ein wichtiger Teil des Prozesses.

Innerhalb dieser Gedanken kommt auch immer wieder die Frage der Motivation bzw. des Warums auf. Reicht es aus etwas gerne zu tun?  Und worin liegt überhaupt die Befriedigung darin?

Was mir zuerst durch den Kopf schoss, war die Bestätigung durch andere. Gleich darauf fühlte ich mich furchtbar ekelerregend.

„Du bist ja peinlich!“ hörte ich mich denken. (Ob es tatsächlich als Hören zu werten ist, seiner gedanklichen Stimme zu lauschen?!)

Sich von dem Zuspruch und der Aufmerksamkeit abhängig zu machen, welche man mit seinem Tun erzeugt ist eindeutig keine besonders gesunde Grundlage um die Frage nach dem Warum zu beantworten. Gedanklich nachgefasst, entschied ich es ist mir eigentlich nicht besonders wichtig die Schulter geklopft zu bekommen. Vielmehr möchte ich doch erkannt werden. Meine Gedanken und Ideen in ihren literarischem Mänteln möchten verstanden, hinterfragt und überdacht werden. Weniger das Gefallen spielt eine Rolle. Der grundsätzliche Denkanstoß bzw. die Sichtweise meiner selbst in den Augen anderer zu erkennen, das begeistert mich!

Ich kam zu dem Schluss das aus Talent, Übung und Fleiß und eben der entsprechenden Motivation durchaus etwas Gutes und gerechtfertigtes entstehen kann. Mir persönlich ist es (zum Leidwesen meines Umfelds) stets ein Bedürfnis mich und mein Tun als gerechtfertigt zu sehen, oder gegebenenfalls es zu rechtfertigen. Vermutlich liegt auch darin noch irgendein Bedürfnis begründet, welches sich dann in einem anderen egomanen Pamphlet niederschlägt (ich versuche es Euch zu ersparen).

Und um diesen Beitrag den bitteren Beigeschmack eines einzigen elend langen Monologs zu nehmen, möchte ich Euch fragen – Was treibt Euch an? Wofür brennt ihr? Lasst mich teilhaben, es wäre mir eine Freude!

 

 

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12 Kommentare auf "Motivation?(!)"

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Was mich antreibt, sind die Momente des „Flows“, in denen alles andere unwichtig wird und alles plötzlich einen Sinn ergibt und zusammenpasst. Durch die ständige Herausforderung und das Hinterfragen der Fähigkeiten möchte ich das bestmögliche aus mir herausholen. Klar definierte Ziele helfen dabei, die notwendigen Schritte zu machen. Daraus ziehe ich den Sinn meines Seins und Tuns – ich freue mich mehr, auf das, was ich noch schaffen möchte als ich bereue, was ich nicht getan oder verpasst habe. Das ist meine Sicht der Dinge und so bleibe ich im Reinen mit mir selbst.

In meinen Augen vielmehr Dilemma Leben.
Aber ja, das ist es.

„Auch denkt man oft an die Möglichkeiten, die einem entgehen sobald man seine Wahl getroffen hat.“ Das typische Dilemma der Generation Y, von dem ich leider auch nicht verschont bin. Ein ewiges Streben, Abwägen, Zweifeln.

Respekt. Ich wünsche mir oft die Konsequenz zu besitzen nach meinen Idealen zu leben. Allerdings wuerde ich dann vermutlich eine Art Bond-Bösewicht sein müssen, der versucht die Welt von der Krankheit Mensch zu befreien.

Warum hast du das Bedürfnis, dich für dein Tun zu rechtfertigen (wenn ich das richtig verstanden habe, ohne dabei herausgefordert zu werden)?
Motivation hat darüber wohl viele Gesichter. Manche sind edel und anmutig, andere weniger. Doch woraus sie gezogen wird scheint am Ende sowieso egal. Fakt ist: sie ist immer nur temporär. Ich nutze sie, wenn sie da ist, Und wenn es auch nur darum geht, Ballast abzuwerfen.

„Etwas Gutes“ ist ja ein weites Feld….Darüber (ver)zweifel ich oft. Gut für mich? Gut für andere? Der Zweifel kann helfen zu klären und bringt vielleicht neue Erkenntnisse. Während das Rechtfertigen im heutigen Gebrauch einen „recht fertig“ machen kann. Bei einer intrinsischen Motivation wäre man frei von Belohnungs- und Bestrafungsgedanken. Da gehen wir auf in unserer Tätigkeit. Schön, wenn der Mensch solch eine hat. Wir können uns aber auch nicht von extrinsischen Motiven freisprechen. Ich glaube, das gilt es immer wieder gegeneinander abzuwägen und man sollte seinen Kurs korrigieren können (dürfen). Echt komplex mit was du uns da ins Wochenende schickst… Read more »

Ein freundliches Hallo!
Mir ist es am Herzen, ein Stückchen Liebe in die Welt zu bringen, sei es auch nur in winzigen Spuren… wie es eben immer gerade geht.
Und auch das innere Kind – meines und das der anderen – zu spüren und ihm zu vermitteln: Es ist in Ordnung, was du fühlst… ALLES! Das Universum (das ich der Einfachheit oft einfach mit dem mir vertrauten Begriff „Gott“ anrede) hat uns genau so gemeint wie wir sind! Mit all unseren Stärken und menschlichen Schwächen! Jede/n von uns!
In diesem Sinne sei herzlich gegrüßt von
MarINa :-) <3

kurz gesagt: die Welt für uns alle jeden Tag ein klein wenig angenehmer zu gestalten, dafür braucht es manchmal nur ganz kleine Gesten und manchmal riesengroße Taten…

Was mich antreibt? Unter anderem nicht das „Warum“ , sondern es ist das „Warum nicht“, das mich antreibt. Und auch wenn ich oft zweifle – an mir – und nicht weiß „Wie“, weiß ich doch eines: und zwar das „Wie nicht“. Wünsche dir ein schönes Wochenende. :)

Ich strebe danach, einen möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck auf dieser Welt zu hinterlassen und in diesem Bemühen möglichst viele Menschen Beispielhaft zu erreichen. Ein kleiner Teil dieses Wirkens ist mein Blog.
Pathetische Grüße aus dem Garten

Wofür brennen? Wofür habe ich genug Energie damit die Flamme lange brennt?
Nicht nachlassend bin ich in Fragen der Gerechtigkeit. Und vieles in meinen Zeilen dreht sich darum, das es Menschen gibt, die benachteiligt sind, die am Rand der Gesellschaft leben. Ob ich nun im Drogennotdienst ehrenamtlich arbeite oder jetzt bei der Tafel helfe, es geht mir darum anderen zu helfen, die nichts mehr bekommen. Meine Motivation ziehe ich aus dem Blick in den Spiegel am Morgen. Ja etwas kleines Gutes hast du getan. Das Wort liebe deinen Nächsten, soll nicht nur eine hohle Phrase für mich bleiben.

In Kurt Vonneguts Roman „Breakfast for Champions“ gibt es eine wundervolle Passage: Der völlig erfolglose Science Fiction Autor Kilgore Trout geht während eines Kinobesuchs auf die Toilette. Jemand hat auf die Kacheln die Frage geschrieben: „Was ist der Sinn des Lebens?“ Trout hat nichts zu schreiben dabei. Nicht einmal abgebrannte Streichhölzer. Hätte er etwas dabei gehabt, hätte er geschrieben: „Die Augen, Ohren und das Gewissen des Schöpfers des Universums zu sein, du Idiot!“ Als ich das vor vielen Jahren zum ersten Mal gelesen habe, hat es bei mir geklingelt. Das ergibt Sinn und stellt alles in einen großen Kontext. Es… Read more »
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